Zurück
zu den Wurzeln: "Kennst Du den Mythos vom Schalker Markt, die
Geschichte, die dort begann, ...". Dieser Fangesang hallt in letzter
Zeit immer
lauter bei den Spielen des FC Schalke 04 durch die Arenen. Nur wenige
hundert Meter von der altehrwürdigen Glückauf-Kampfbahn (Bild oben)
entfernt am südlichen Ende der sogenannten Schalker
Meile befindet sich der Schalker Markt, seit 1928 die Keimzelle des
Gelsenkirchener Fußballclubs. Nach den Kriegseinwirkungen, dem späteren
Bau der Kurt-Schumacher-Brücke (Berliner Brücke) und dem industriellen Niedergang im
Ortsteil ist vom Schalker Markt allerdings nicht viel mehr als ein Parkplatz übrig geblieben.
Bis zu 70.000 Zuschauer drängten sich
auf
den Rängen der Glückauf-Kampfbahn beim Spiel des FC Schalke gegen
Fortuna Düsseldorf im Jahr 1931. Im ersten Spiel nach Ende des 2.
Weltkriegs bezwangen die Knappen am 7. Juli 1946 Westfalia Herne in der
wiederaufgebauten Glückauf-Kampfbahn mit 5:0. Am 22. Mai 1955 beim Kampf des SV
Sodingen gegen den 1. FC Kaiserslautern um die Deutsche
Fußballmeisterschaft waren es rund 80.000 Menschen, die in das nur etwa
40.000
Zuschauer fassende Stadion wollten. 55.000 Zuschauer sollen es dann
gewesen sein, die das 2:2 der Elf von der Zeche Mont-Cenis im Herner
Ortsteil Sodingen gegen die Fritz-Walter-Elf vom Betzenberg gesehen haben.
Ausverkauft war das
Schalker Stadion auch am Abend des 31. Januar 1962 bei einem Testspiel der
DFB-Nationalmannschaft gegen eine Kombination Schalke 04/Westfalia Herne
zur Vorbereitung auf die WM 1962 in Chile. Das Spiel endete mit einem 5:4
Sieg für die von Sepp Herberger betreute DFB-Elf und brachte für den
zweifachen Torschützen Willy Koslowski noch überraschend das WM-Ticket
nach Chile.
Mehr zum FC Schalke 04
finden Sie unter Fußball und Kathedralen
des Fußballs
Fotos: © Harald
Beisemann